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Angioskopie
Angioskopie - Patienteninformation
Die Angioskopie erlaubt es, direkt in ein Gefäß hineinzusehen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, nur sind die Instrumente viel feiner.
Wir zeigen hier ein Angioskopiesystem von vielen (Modulares Mikro - Angioskopiesystem, MASY).
Die wesentlichen Komponenten sind 1.
eine die Miniatur - CCD - Farbvideokamera (das Gewicht der Kamera beträgt nur 23 g), sie ist 52 mm lang und 17,5 mm im Durchmesser. Das Bild besteht aus 360.000 Bildpunkten CPixel). Die minimal benötigte Beleuchtung beträgt lediglich 3 Lux. Der Weißabgleich erfolgt automatisch. Für bewegte Objekte ist ein elektronischer Verschluß mit einer Verschlußzeit von 1/1000 s zuschaltbar. 2. ein TV-Adapter (PAL - Standard); 3. ein Objektiv, Lichtstärke 1:1,6; Schärfenbereich 1 mm bis Unendlich, optional mit Zoomfunktion; 4. eine Spezial-Hochleistungslampe (weißes Licht mit einer Farbtemperatur von 5800 Grad Kelvin entsprechend dem Sonnenlichtspektrum, dies begünstigt eine originalgetreue Farbwiedergabe); 5. ein flexibler Lichtleiter (Länge 2,5 m; Durchmesser 10 mm); 6. hochflexible wechselbare Angioskopsonden, z.B. mit 1,4 mm Ø (12.000 Einzelfasern), 0,96 mm Ø (10.000) und 0,5 mm Ø (7.000 einzelne Glasfasern).
Die Anwendung erfolgt - wie die meisten interventionellen Methoden - über eine Einführschleuse und einen Führungsdraht. Es wird zunächst der Führungskatheter vorgeschoben, der mit einem füllbaren Ballon versehen ist. Mit diesem Ballon wird der Blutfluss kurzfristig gestopt, die Angioskopiesonde im Führungskatheter bis vor das Zielobjekt vorgeschoben, das Gefäß durch Spülen mit wasserklarer Flüssigkeit (Kochsalzlösung) von Blut gereinigt und dann wird angioskopie "gefilmt" (Video: Lifebild und Bandaufzeichnung). Man kann unter Spülung bis zu 30 Sekunden beobachten, danach sollte der Blutfluss wieder freigegeben werden. Die Prozedur kann, wenn nötig, mehrfach wiederholt werden. Der weiche Ballon schädigt die Gefäßwand nicht.
Das Innere von Arterien ist eine Welt für sich. Bereits bei jungen Menschen können "Plaques" (flache Ablagerungen) oder Verfärbungen (gelb = Fett) beobachtet werden. Strukturen wie membranartige "Lappen" der Gefäßinnenhaut oder hin- und herwedelnde Fibrinfäden wurden häufig beobachtet. Größere Ablagerungen erinnern an Korallenriffe oder Gebirge, manche Engstellen an enge Karsthöhlen, wo das Wasser kaum noch seinen Weg findet. Im Rahmen von Gefäßbehandlungen (z.B. Ballondilatation, Stentimplantation) war das Ergebnis eindrucksvoll kontrollierbar - der Arzt sieht sonst alles wesentlich ungenauer.
Es ist zu erwarten, daß die Angioskopie zumindest in großen Zentren einen Stellenwert bei besonderen angiologischen Fragestellungen einnehmen wird.
 AD.KRAUTH MASY- Angioskop-System
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 1000W-Weißlichtquelle
 Optik
 1/2" CCD-Chip
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Alle technischen Fotos: Werkfotos AD. KRAUTH, Hamburg,
mit freundlicher Erlaubnis
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