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Dr. med. Johann C. Ragg
Krampfadern, Besenreiser, Venenschwäche: Mehr über mein Therapiekonzept…
Winter-Venencheck 2011
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Farbdopplersonographie

Farbdopplersonographie - Patienteninformation

Die Farbdopplersonographie vermag Blutströmungen farbig darzustellen, wobei das Farbsignal je nach Fließrichtung und Geschwindigkeit unterschiedlich ist. Es kann somit genau bestimmt werden, inwieweit Blutgefäße erweitert, verengt oder verschlossen sind, und welche Auswirkungen auf die Fließgeschwindigkeit des Blutes bestehen.

Die Bezeichnungen "Duplex" und "Triplex" beziehen sich auf die gleichzeitige Anwendbarkeit von Graustufen- bzw. Farbbild und der Doppler - Messung. In manchen modernen Geräten ist sogar eine dreidimensionale (3D) Objektdarstellung möglich. Dies dient weniger der diagnostischen Information als vielmehr der anschaulichen Befundvermittlung.

Die Farbdopplersonographie ist das zentrale Verfahren der Gefäßdiagnostik geworden, weil sie rasch (2 - 30 min.) und risikofrei die Ermittlung der wesentlichsten Diagnosen erlaubt. Die Qualität ist wesentlich vom technischen Stand des Gerätes abhängig:

Mit einem System Baujahr 1995 (Bild 1) wurde bei einem Patienten am Unterschenkel eine sehr gute Darstellung der Unterschenkelgefäße erzielt (Bild 2). Beim selben Patienten war 5 Jahre zuvor mit einem älteren Gerät (Bj. 1987) nur eine vage Gefäßabbildung möglich gewesen (Bild 3).

Die Gefäße zeigen sich in "Längsschnitten" (Schallkopf längs des Gefäßverlaufes) als bandförmige Struktur (Bild 4). Hier handelt es sich um eine Oberschenkelarterie mit einem Durchmesser von ca. 6 mm.

In einer vergrößerten Darstellung (Bild 4) sind Unregelmäßigkeiten der Gefäßwand - hier als gerbirgsähnliche Formation von Ablagerungen als Zeichen der fortgeschrittenen Atherosklerose - besonders gut zu erkennen.

In "Querschnitten" (Schallkopf quer zum Gefäßverlauf) stellt sich die Gefäßwand von Arterien als kreisförmige Struktur dar. Dies ist schon im Graustufenbild (Bild 5) gut zu erkennen.

Dasselbe Bild mit aktivierter Farbcodierung zeigt, welche Anteile des Gefäßinneren noch durchblutet sind (Bild 6). Sogar die begleitende kleinere Vene (blau) wird erkennbar.

Die Erfahrung des Untersuchers spielt bei Ultraschalluntersuchungen eine große Rolle, denn es geht nicht nur um die Anfertigung eines "Fotos", sondern um die Bewertung der Befunde für die Therapie.

Da es sich um eine oftmals anstrengende "Handarbeit" handelt, wird die Sonographie gern an Assistenten delegiert. Die erfahrenen Ober- und Chefärzte widmen sich hingegen den Gefäßeingriffen. Eine Vielzahl von wichtigen Befunden ist aber nur dann zum Nutzen des Patienten zu verwerten, wenn Ultraschall und Gefäßeingriff vom gleichen, in beiden Disziplinen erfahrenen Arzt ausgeführt wird.

Zum Abschluß dieser kleinen Bildserie zeigen wir Ihnen noch das Querschnittsbild eines sog. abdominellen Aortenaneurysmas (Bild 7). Dies ist eine krankhafte Aussackung der Bauchschlagader, die unbehandelt abrupt zum Tode führen kann. Der Befund wurde zufällig entdeckt, exakt vermessen und ohne Operation erfolgreich behandelt.


Bild 1


Bild 2


Bild 3


Bild 4


Bild 5


Bild 6


Bild 7

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