Farbdopplersonographie
Farbdopplersonographie - Patienteninformation
Die Farbdopplersonographie vermag Blutströmungen farbig darzustellen, wobei
das Farbsignal je nach Fließrichtung und Geschwindigkeit unterschiedlich ist.
Es kann somit genau bestimmt werden, inwieweit Blutgefäße erweitert,
verengt oder verschlossen sind, und welche Auswirkungen auf die Fließgeschwindigkeit des Blutes bestehen.
Die Bezeichnungen "Duplex" und "Triplex" beziehen sich auf die gleichzeitige Anwendbarkeit von
Graustufen- bzw. Farbbild und der Doppler - Messung. In manchen modernen Geräten ist
sogar eine dreidimensionale (3D) Objektdarstellung möglich. Dies dient weniger der
diagnostischen Information als vielmehr der anschaulichen Befundvermittlung.
Die Farbdopplersonographie ist das zentrale Verfahren der Gefäßdiagnostik geworden,
weil sie rasch (2 - 30 min.) und risikofrei die Ermittlung der wesentlichsten Diagnosen
erlaubt. Die Qualität ist wesentlich vom technischen Stand des Gerätes abhängig:
Mit einem System Baujahr 1995 (Bild 1) wurde bei einem Patienten am Unterschenkel eine sehr
gute Darstellung der Unterschenkelgefäße erzielt (Bild 2). Beim selben Patienten war 5 Jahre zuvor mit
einem älteren Gerät (Bj. 1987) nur eine vage Gefäßabbildung möglich gewesen (Bild 3).
Die Gefäße zeigen sich in "Längsschnitten" (Schallkopf längs des Gefäßverlaufes) als bandförmige
Struktur (Bild 4). Hier handelt es sich um eine Oberschenkelarterie mit einem Durchmesser
von ca. 6 mm.
In einer vergrößerten Darstellung (Bild 4) sind Unregelmäßigkeiten der Gefäßwand - hier als
gerbirgsähnliche Formation von Ablagerungen als Zeichen der
fortgeschrittenen Atherosklerose - besonders gut zu erkennen.
In "Querschnitten" (Schallkopf quer zum Gefäßverlauf) stellt sich
die Gefäßwand von Arterien als kreisförmige Struktur dar. Dies ist schon
im Graustufenbild (Bild 5) gut zu erkennen.
Dasselbe Bild mit aktivierter Farbcodierung zeigt, welche Anteile des Gefäßinneren noch
durchblutet sind (Bild 6). Sogar die begleitende kleinere Vene (blau) wird erkennbar.
Die Erfahrung des Untersuchers spielt bei Ultraschalluntersuchungen eine große Rolle, denn
es geht nicht nur um die Anfertigung eines "Fotos", sondern um die
Bewertung der Befunde für die Therapie.
Da es sich um eine oftmals anstrengende "Handarbeit" handelt, wird die Sonographie
gern an Assistenten delegiert. Die erfahrenen Ober- und Chefärzte widmen sich hingegen den
Gefäßeingriffen. Eine Vielzahl von wichtigen Befunden ist aber nur dann zum
Nutzen des Patienten zu verwerten, wenn Ultraschall und Gefäßeingriff vom gleichen,
in beiden Disziplinen erfahrenen Arzt ausgeführt wird.
Zum Abschluß dieser kleinen Bildserie zeigen wir Ihnen noch das Querschnittsbild eines
sog. abdominellen Aortenaneurysmas (Bild 7). Dies ist eine krankhafte Aussackung der Bauchschlagader,
die unbehandelt abrupt zum Tode führen kann. Der Befund wurde zufällig entdeckt, exakt vermessen
und ohne Operation erfolgreich behandelt.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Bild 7