Der angioclinic®-Mikroschaum
Die Mikroschaumtechnik ist die Weiterentwicklung der früheren „einfachen“ Verödung und mehr als eine Alternative zu Licht (Venenlaser), Strom (Radiowelle) oder Wasserdampf. Mikroschaum bezeichnet einen besonders feinblasigen und wirkungsoptimierten Schaum.
Im Gegensatz zu flüssigen Verödungsmitteln ist Mikroschaum im Ultraschallbild gut zu erkennen. So können ihn die Experten der angioclinic® präzise dosieren und steuern. Der Mikroschaum wirkt schon nach wenigen Minuten und wird im Körper restlos abgebaut. Mikroschaum kann in Venen von beliebiger Anatomie eingebracht werden, also auch sehr krumme oder geknäulte Gefäße. Das ist mit den anderen Methoden nicht möglich.
Die Qualität der Behandlung liegt nicht im Spritzen, sondern in der Präzision der Ultraschall - Bildgebung bei der Verteilung des Schaums. Je erfahrener und trainierter der Arzt damit ist, desto mehr ist gesichert, dass der Schaum genau dort und genau so wirkt wie beabsichtigt.
Mit der Auswahl an angioclinic®-Mikroschäumen lassen sich viele verschiedene Beschwerden wirkungsvoll behandeln:
- Krampfadern nach früheren Venenoperationen
- oberflächliche Krampfadern von besonderer Größe oder Länge
- Netzförmige Krampfadern
- Krampfadern im Genitalbereich bei Frauen (z.B. Vulvavarikosis)
- Krampfadern am Hoden (Varikozele)
- Krampfadern tief im Bein oder im Abdomen (z.B. nach Thrombosen)
- Ausgedehnte Besenreiser-Varizen
- Krampfadern im Gesicht, an der Brust und an den Armen
- Venöse Gefäßmissbildungen in allen Körperbereichen
- Krampfadern bei Schwangeren und Allergikern (100% Bioschaum)
Darüber hinaus gibt es angioclinic®-Spezialschäume mit schneller kosmetischer Wirkung.
Details
Die früher übliche Flüssigverödung ist eine „Billigmethode“: Mit einer Nadel wird Verödungsmittel direkt in die kranke Vene gespritzt. Dort mischt es sich mit Blut und wird rasch verdünnt. In welcher Konzentration es wohin gelangt, ist Lotterie. Je größer die Vene ist, desto schlechter.
Der Schaum ist so eingestellt, dass er das Blut aus der kranken Vene verdrängt. Er klebt für kurze Zeit an der Venenwand und hat einen viel intensiveren Kontakt als ein vorbeifließender Schluck Verödungsmittel. Deshalb kann man die Wirkstoffkonzentration im Schaum erheblich senken, und damit auch die (ohnehin geringen) Risiken.
Die angioclinic® - Forschung entwickelte Schäume, die sich nicht pharmakologisch, sondern physikalisch von der Norm unterscheiden. So ist es möglich, sehr unterschiedliche Schaumeigenschaften von weich bis fest für verschiedene Einsatzgebiete herzustellen. Für jede Anwendung wurden spezielle Mikrokatheter entwickelt, die den Schaum optimal verteilen helfen. Zusammen mit der erforderlichen Bildkontrolle ist die angioclinic® - Schaumanwendung ein High - Tech - Verfahren von hoher Präzision.
Historie
Die Schaumverödung beruht auf einer Idee von CABRERA und wird seit 2002 in Europa von einer stetig wachsenden Zahl von Ärzten eingesetzt. Als Wirksubstanz dient das aus der Flüssigverödung bewährte Aethoxysklerol. Es ist erstaunlich, dass in allen Fachgesellschaften die Schaumverödung jahrelang bereits als wertvolle Weiterentwicklung anerkannt war - aber erst 2009 wurde der Schaum als Methode amtlich zugelassen.
In den USA werden Verödungsmittel in viel höheren Mengen pro Patient angewandt als in Europa. Deshalb kommen auch die meisten Beobachtungen von Komplikationen (z.B. rasch vorübergehende Sehstörungen) aus den USA. Man versucht, durch Verwendung anderer Gase (Kohlendioxyd, Stickstoff, Sauerstoff anstelle der üblichen filtrierten Raumluft) Verbesserungen zu schaffen. Diese sind vermutlich für die viel vernünftigeren europäischen Dosierungen ohne wesentlichen Belang.
Im Anfang der Schaumerfahrung (und auch heute noch in weniger erfahrenen Praxen/Kliniken) kann es zu harmlosen, aber hässlichen und absolut unerwünschten Braunverfärbungen entlang der behandelten Vene kommen, die monate- bis jahrelang zu sehen sind. Für dieses Problem gibt es eine zum Patent angemeldete Lösung der angioclinic®, so dass dort beste kosmetische Ergebnisse erwartet werden können.
Eine Firma wird 2013 ein neues Produkt vorstellen, es ist sozusagen „Schaum aus der Dose“. Der einzige Vorteil ist für Experten ein einziger Nachteil: Der Schaum ist immer genau gleich - also keinesfalls an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die angioclinic® hat ein anderes Ziel: Immer den optimalen Schaum für jeden Typ von Krampfader.