Über Diabetes mellitus - eine der häufigsten "Volkskrankheiten" - ist im Zusammenhang
soviel zu sagen, daß es diese kleine Übersicht sprengt.
Die Makroangiopathie (Erkrankung großer Gefäße) ist die häufigste Ursache von
Morbidität (Erkrankungsrate) Mortalität (Sterblichkeitsrate) beim Typ 2 - Diabetiker ("Altersdiabetes").
75% dieser Patienten sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall).
Die Gesamtkosten des Typ 2 - Diabetes betragen in Deutschland 31,4 Milliarden DM (1998,
Cost of Diabetes in Europe - Studie). Die Hälfte davon entfällt auf Krankenhausaufenhalte in
fortgeschrittenen Stadien bzw. bei Organkomplikationen. Es sind die Komplikationen, die die Kosten
in die Höhe treiben. Der Diabetes - Patient ohne Komplikationen "kostet" nur das 1,3-fache des
Durchschnittsversicherten.
Schon bevor der Diabetes Symptome erkennen läßt, steigt das Risiko für eine koronare
Herzerkrankung spürbar an. Kommt es zum Infarkt, so ist die Prognose schlechter als bei
Nicht-Diabetikern.
Therapeutisch steht die Normalisierung des Blutzuckerspiegels im Vordergrund der
Bemühungen. Hierdurch kann insbesondere die Mikroangiopathie (Erkrankung kleiner
Blutgefäße, z.B. Netzhaut, Nieren) hinausgezögert bzw. günstig beeinflußt werden.
Für die Makroangiopathie kommt der Normalisierung der Blutfette eine große Bedeutung zu.
Das Ziel wird hier in einem LDL - Cholesterin von maximal 100 - 115 mg/dl gesehen,
die Triglyceride sollten unter 200 mg/dl liegen.
Die Indikation zum Einsatz von "blutfettsenkenden" Medikamenten ist großzügiger zu stellen als
beim Nicht-Diabetiker. Zum Einsatz kommen Substanzen wie z.B. das Simvastatin.