Venöse Thrombosen

Thrombus in der
Farbdoppler-Sonographie

Thrombus in der
Phlebographie
Siehe
Patienteninformation
Ein "Thrombus" ist ein Blutgerinnsel. Es gibt zwei Arten von Thromben: Solche, die sich durch Anheftung (Adhäsion) von Blutplättchen (Thrombozyten) an Gefäßwandverletzungen oder anderen Ablagerungen ("Plaques") bilden können, und solche, die durch stockenden Blutfluss (z.B. infolge eines behinderten Abflusses) entstehen. Eine Thrombose ist eine Gefäßverstopfung durch Blutgerinnsel. Mit "-itis" bezeichnen Mediziner Entzündungen. Eine Phlebitis ist also eine Venenentzündung.
Venöse Thrombosen werden gemäß der Virchchow´schen Theorie ("Trias")
begünstigt durch:
- 1. Strömungsverlangsamung (Hindernisse, Bewegungsmangel, niedriger Blutdruck...)
- 2. Veränderungen der Gefäßwand (Entzündungen, Verletzungen...)
oder
- 3. durch erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes (Flüssigkeitsmangel, überreagierende Gerinnung...)
Durch Anheftung und Ansammlung von Blutzellen an der Gefäßwand entstehen Hindernisse und Verschlüsse. Das Blut kann schlecht abfließen und muß sich "Umwege" suchen.
Zu unterscheiden sind die "harmlose" Thrombophlebitis (nur oberflächliche Hautvenen betroffen) - umgangssprachlich als "Venenentzündung" bezeichnet - und die "gefährliche" Phlebothrombose,der tiefen Beinvenen, oft einfach "Thrombose" genannt.
Wichtige Leistungen:
- körperliche Untersuchung durch erfahrene Ärzte
- Thrombosediagnostik mit Ultraschall (Farbdoppler) und ggf. ergänzender Phlebographie
- konservative und medikamentöse Behandlung mit sonographischer Überwachung
- Lysetherapie in ausgewählten Fällen
Das Ziel ist es, eine möglichst vollständige und frühzeitige Auflösung der Thromben zu erlangen.