 Bild 1
|
Bei der Atherosklerose bzw. Atherothrombose der Arterien kann man Jahre oder gar Jahrzehnte vor einem Ereignis wie Schlaganfall
oder Herzinfarkt schon die Erkrankung erkennen.
Neben der Labordiagnostik kommt der Sonographie die entscheidende Bedutung zu. Mit modernen Geräten (7,5 - 10 MHz
Breitband - Schallkopf)
untersucht man am einfachsten die Halschlagadern. Hier erkennt man z.B. normale Wandstrukturen,
beginnende Ablagerungen (Bild 1 linker Pfeil) oder schon gefährliche "Atherome" oder "Plaques"
(Bild 1 rechter Pfeil).
Riskant sind nicht erst grobe Gefäßeinengungen, sondern alle Partikel (Fett, Blutklümpchen), die abgeschwemmt werden können!
Wichtig ist auch die Vermessung der Intima (der innersten Wandschicht) bzw. des Intima-Media-Komplexes (zusätzlich
Erfassung der breiten Muskelschicht der Arterienwand). Hierzu wurde in umfangreichen Studien
(z.B. Am J Epidemiol 2000, Vol. 151, S. 478-487) gezeigt, dass das Risiko
für Herzinfarkt oder Schlaganfall mit zunehmender Wanddicke ansteigt.
Die Behandlungschancen sind umso besser, je früher damit begonnen wird.
Neben Medikamenten (die sich nach den Laborergebnissen richten),
wird in aller Regel Nikotinverzicht, eine Ernährungsumstellung.sowie eine spezielle zusätzliche Vitamin- und
Spurenstoffgabe empfohlen.
Bei den Venen geht es bei der Frühdiagnostik darum, Klappenschäden und kranken Blutfluss zu erkennen und zu behandeln, bevor
sich Krampfadern oder eine schlimme Venenschwäche entwickeln. Patienten, die "schwere Beine", Druck- oder Spannungsgefühl nach längerem Stehen oder
andere Mißgefühle im Beinbereich haben, sollten daher ihren Arzt befragen. Zeigt die Ultraschalluntersuchung des Spezialisten keine Venenschwäche,
wird sie sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren auch nicht entwickeln. Findet man beginnende
Venenerkrankungen, so lassen sie sich schonend behandeln!