Erkrankungen des Lymphsystems Patienteninformation

 
Lymphödem - Patienteninformation

Ein Lymphödem entsteht bei Behinderungen im Abfluss von Lymphflüssigkeit. Man unterscheidet primäre (die Ursache darstellende) und sekundäre (infolge anderer Erkrankungen auftretende) Formen.

Ein primäres Lymphödem kann folgende Ursachen haben:

  • fehlenden oder zu gering ausgeprägten Anlage (Hypo- bzw. Aplasie) von Lymphwegen
  • Beckenvenensperre
  • Venensporn (Fehlbildung, besonders li.-seitig bei jungen Mädchen)

Sekundäre Lymphödeme treten auf bei

  • Erysipel (Hautinfektion)
  • Mycosen (Pilzinfektionen)
  • Sonnenbrand
  • postoperativ (örtlich)
  • Stauung durch Tumore oder Metastasen
  • Zellulitis
  • lymphatische Systemerkrankungen

Es stehen mehrere Möglichkeiten einer Behandlung zur Verfügung:

  • Hochlagerung
  • manuelle Lymphdrainage (schrittweise von proximal nach distal)
  • apparative Lymphdrainage
  • Salben und Iontophorese (z.B. Hyaluronidase)
  • Medikamente, z.B. Varidase Tbl. oder Venalot
  • Chymodrex Tbl. bei chronischem Lymphödem mit Verhärtungen
  • Saluretika ("Entwässerungsmittel", nur im Falle gewünschter Flüssigkeitsentlastung des ges. Organismus)
  • Gehbäder, Bewegungstherapie (keine Überanstrengungen!)

Bei Lymphödemen durch Erysipel kann eine Kombination von Antiobiotika und Begleitsubstanzen gegeben werden.

 

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