Risikofaktoren für arterielle Durchblutungsstörungen
Es ist sicher, daß eine Reihe von Begleitumständen bzw. Erkrankungen
mit einer Häufung von arteriellen Durchblutungsstörungen - genaugenommen:
der Atherosklerose - einhergehen. Diese Faktoren werden deshalb
"Risikofaktoren" genannt.
Die wesentlichsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (Endpunkte:
Herzinfarkt, Schlaganfall, Raucherbein) sind:
- Rauchen (bes.: Zigaretten)
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
- Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie (erhöhte Blutfettspiegel)
- Adipositas (Übergewicht)
Ferner sind zu nennen: Hyperfibrinogenämie (Erhöhung einer Substanz im Blutgerinnungssystem),
erhöhter Hämatokrit (feste Blutbestandteile, z.B. bei Flüssigkeitsmangel), Alkoholabusus, Bewegungsmangel.
Es gibt auch wesentliche erbliche Veranlagungen (genetische Faktoren), die im typischen
Fall beim "gesunden, perfekt ernährten Nichtraucher" zu einer frühen Erkrankung führen.
In letzter Zeit werden Einflüsse bestimmter Mikroorganismen (Chlamydien)
in der Atherosklerose - Entstehung diskutiert - sie wurden häufig in veränderten
Gefäßwänden gefunden. Es ist aber noch unklar,
ob sie primär die Erkrankung mit verursachen, oder sich erst später
ansiedeln.