 Abb. 1 - EndoSonics BRIGADE® Brachytherapy System
 Abb. 2 - histologischer Schnitt, schematischer Eintrag der Isodosenlinien
|
Bei allen Behandlungsverfahren, die Kräfte auf ein Gefäß ausüben - z.B. eine Ballondilatation, Stentimplantation, chirurgische Naht oder Abklemmung - kann es zu einer überschießenden Gegenreaktion des Gewebes kommen, so daß sich bereits nach 3 - 6 Monaten wieder erhebliche Engstellen bilden. Dieses Problem der Restenosierung ist bisher noch nicht zufriedenstellend gelöst.
Zu den bedeutsamsten Behandlungs- bzw. Vorsorgemaßnahmen gehört die lokale Strahlentherapie. Eine kurze, örtliche Bestrahlung, z.B. mit radioaktiven Katheterfüllungen oder Führungsdrähten, scheint nach ersten klinischen Erfahrungen die Neubildung von Stenosen wirksam verhindern oder zumindest verzögern zu können.
Das Wirkprinzip ist seit mehreren Jahrzehnten wohlbekannt: die Strahlung nimmt den Zellen die Fähigkeit zur Vermehrung und zum Wachstum. Bei der therapeutischen Anwendung kommt es darauf an,
nur die erkrankten Zellen zu bestrahlen, und gesundes Gewebe zu schonen.
Eine mögliche technische Lösung ist die Kombination eines intravaskulären Ultraschallbildgebers mit einer
einführbaren Strahlenquelle (Abb. 1). Der Arzt kann hierbei die räumliche Strahlendosis ablesen und genau dosieren (Abb. 2).