Fisch
Fetter (!) Fisch liefert große Mengen der ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die im deutschen Speiseplan viel zu selten sind. Sie leisten einen Beitrag zur Senkung des Cholesterinspiegels und die anderen Fettwerte, reduzieren den Blutdruck und machen das Blut „dünnflüssiger". Zu den Fettfischen gehören z. B. Rotbarsch, Seezunge, Makrele, Sardine, Aal oder Katfisch. Die günstigen Wirkungen treten allerdings erst ein, wenn regelmäßig zweimal die Woche Fisch gegessen wird.
Der Konsum von Fisch wird allgemein zur gesunden Ernährung empfohlen. Als "günstige"
Bestandteile gelten u.a. die Omega 3-Fettsäuren. Eine vorbeugende Wirkung im Hinblick auf
atherosklerotische Gefäßerkrankungen wurde angenommen.
Nach einer aktuellen Meta - Studie
(Fish consumption and coronary heart disease Mortality. Systematic review of prospective
cohort studies.Eur. J. Clin. Nutr. 53 (1999) 585-90) muß hier möglicherweise
umgedacht werden.
Es wurden elf umfangreiche Kohortenstudien einbezogen, von denen vier mit insgesamt ca. 65.000 Teilnehmern
als methodisch einwandfrei befunden wurden, und der Zusammenhang zwischen
Fischkonsum und Todesfällen infolge Herzinfarkt analysiert. Das Ergebnis war, daß bei Patienten
ohne besonderes kardiovaskuläres Risiko kein protektiver Effekt - gemessen an der Rate
von Herzinfarkten - zu beobachten war,
jedoch eindeutig bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren. Zur Verwendung kamen
hierbei Lachs, Hering und Makrele.
Als griffige Merkgröße konnte formuliert werden,
daß 40 - 60g Fisch pro Tag das kardiovaskuläre Risiko um 40 - 60% reduzierten.
Der Verzehr von Fisch kann somit durchaus im Sinne einer ausgewogenen Ernährung
weiterhin allgemein angeraten werden, insbesondere jedoch Personen mit erhöhtem
kardiovaskulären Risiko wegen des erwiesenen Nutzens.