Gefässpunktion - Patienteninformation
Für Gefäßpunktionen werden ausschließlich dünnlumige, speziell geschliffene Hohlnadeln verwendet. Für die Punktion von Arterien werden meist Einmal-Punktionskanülen mit einer Griffplatte verwendet.
Jede Punktionsstelle wird zunächst speziell vorbereitet: in stark behaarten Punktionsgebieten erfolgt zunächst eine Rasur, danach eine gründliche Hautdesinfektion. Mit einer sehr kleinen Spritze, deren Einsatz allenfalls wie ein Mückenstich empfunden wird, erhält der Patient eine lokale Betäubung. Diese Lokalanästhesie sollte in aller Ruhe ausgeführt werden, denn die Substanzen benötigen 5 - 10 Minuten bis zum Eintritt der optimalen Betäubung. Sollte einmal während der lokalen Betäubung ein unangenehmes Gefühl im Punktionsbereich oder entlang der betroffenen Extremität wahrzunehmen sein, so machen Sie Ihren Arzt bitte sofort darauf aufmerksam. Er kann in diesem Fall die Anlage der Betäubung verändern und weitere Beschwerden vermeiden.
Die eigentliche Punktion wird aufgrund der Betäubung kaum als Stich, sondern mehr als ein kurzer Druck empfunden. Ein erfahrener Arzt wird in der Regel die Arterie bereits beim ersten Versuch richtig treffen. Nach richtiger Nadellage wird ein weicher Führungsdraht in das Gefäßinnere geführt und hierüber (Methode nach SELDINGER) je nach Erfordernis eine Schleuse oder ein Katheter.