Gefäßchirurgie peripherer Arterien

Trotz der neuen "minimal invasiven" oder "interventionellen" Techniken kann es durchaus einmal sinnvoll sein, eine Arterie operativ zu behandeln. Die wichtigsten Verfahren sind:

Bypass - Operationen, sie schaffen mittels patienteneigener Vene oder Gefäßprothesen aus Kunststoff eine Umgehung des Verschlusses. Beispiele sind der aortobiiliakale Bypass (von der Bauchaorta auf die Beckenarterien führend, wegen der Form auch Y - Prothese genannt) oder der femoropopliteale Bypass (von der Oberschenkel- zur Kniearterie). Je größer das Gefäß und je stammnäher das Wiederanschlußsegment, desto günstiger die Prognose (Offenheitsrate nach 5 Jahren: ca. 48 - 85%).

Mittels Atherektomie kann der Gefäßinhalt ausgeschält und somit der ursprüngliche Durchmesser wiederhergestellt werden; bei den Techniken werden unterschieden: Geschlossene (minimale Schnitte), halboffene (teilweise Eröffnung) und offene (vollständige Eröffnung).

Eine Patchplastik stellt den Einsatz eines "Flickens" dar, das Gefäß wird dadurch erweitert und neigt weniger zum Reverschluß. Beispielsweise schafft die Kombination von Atherektomie und Patchplastik sehr gute Resultate bei kurzen, sehr harten arteriellen Verschlüssen im Leistenbereich. Insgesamt sind die Primär- und Langzeitergebnisse operativer Methoden den interventionellen Verfahren ähnlich, bei langen Verschlüssen überlegen. Nachteilig sind hingegen die nicht seltenen Komplikationen (z.B. Blutungen aus undichten Nähten, Schwellungen, Wundschmerzen, Wundinfektionen, ca. 5 - 30%), die Notwendigkeit einer Narkose, ferner die Liegezeit (5 - 14d), die Narbenbildung sowie die begrenzten Möglichkeit der Korrektur im Falle eines erneuten Verschlusses.

Wichtige Leistungen:

Wir führen nur "einfache" gefäßchirurgische Operationen wie die oben genannten durch - und bei diesen legen wir viel Wert auf Sicherheit und Patientenkomfort.

Krampfaderoperation Berlin