Schleuse - Patienteninformation
Siehe Schleuse
Die Schleuse (hämostatisches Ventil) dient der Errichtung eines Gefäßzuganges.
Nach Lokalanästhesie und Punktion mit einer Hohlnadel wird zunächst ein
Führungsdraht in das Gefäßinnere geführt. Über diesen Draht (Methode nach SELDINGER)
wird dann die Schleuse vorgeschoben. Dies kann mit einem kleinen Druckgefühl
verbunden sein, ist aber bei ordnungsgemäßer Betäubung nicht schmerzhaft.
Die Schleuse wird soweit vorgeschoben, bis sie eine ihrem Zweck entsprechende Lage erreicht
hat und sich nicht von selbst lösen kann. Nach Einführen der Schleuse tritt aus der
Punktionsstelle kein Blut mehr aus.
Es gibt unterschiedliche Durchmesser und Längen von Schleusen. Der Arzt wird die Schleuse
gerade groß genug wählen, um die gewünschte Untersuchung durchführen zu können. Eine zu dicke
Schleuse würde die Punktionsstelle unnötig weiten und die Blutstillung erschweren.
Mit Spezialschleusen ist es möglich, von einer Beckenseite auf die andere zu wechseln
("Crossover-Schleuse"), oder direkt bis zu den Nierenarterien, den Halsarterien oder gar den
Herzkranzarterien vorzudringen. In diesen Fällen ist die Schleuse zugleich ein
Schutzmechanismus, denn alle Draht- und Katheterbewegungen spielen sich in ihrem Inneren ab
und berühren die passierten Gefäßwände nicht direkt.