Endovaskuläre Prothesen

 
Auswahl der geeigneten Endoprothese

Im klinischen Einsatz wird die Wahl eines bestimmten Endoprothesentyps von verschiedenen Faktoren abhängen, die technischen und u.U. auch ökonomischen Gesichtspunkten unterliegen. Insbesondere ist auch die Erfahrung des Untersuchers im Umgang mit einem bestimmten System wichtig.
Aus technischer Sicht ist bei kurzen Läsionen eigentlich jeder Stenttyp anwendbar. Liegt jedoch eine rigide Stenose vor, so sollte eine Prothese mit hohem Kompressionswiderstand, wie der Palmaz-Stent, oder von höherer Radiärkraft, wie der Wallstent, oder einer neuartigen Nitinolprothese verwendet werden. Müssen längere Segmente überbrückt werden, ist ein selbstexpandierender Stent von Vorteil. Ist eine sehr exakte Plazierung bei antegradem Vorgehen vonnöten, wie z. B. in den Nierenarterien, bietet vor allem der Palmaz-Stent-Typ Vorteile. Müssen sehr große Durchmesser implantiert werden, kommen selbstexpandierende Stents wie Wallstent in Frage. Es ist daher erforderlich, daß sich der interventionelle Radiologe mit dem Einsatz verschiedener Systeme vertraut macht, um bei der Vielzahl von Möglichkeiten immer eine optimal passende Lösung anzustreben.

 
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