Endovaskuläre Prothesen

 
Palmaz-Prothese

Palmaz hat eine Prothese entwickelt, die mittels eines Angioplastiedilatationskatheters im Gefäß plaziert werden kann. Diese Prothese bestand ursprünglich aus einem tubulären Drahtnetz, dessen Kreuzungspunkte verlötet waren. Zur Verbesserung der Durchgängigkeit kleinlumiger Endoprothesen hat Palmaz das tubuläre Netz durch ein dünnwandiges Rohr aus rostfreiem Stahl mit Längsschlitzen ersetzt. Die röhrenförmige und damit recht starre Prothese ist zum Einführen auf einen Dilatationsballon montiert und wird in situ durch Insufflation des Ballons ausgedehnt und abgelöst. Modifikationen wie die Einbringung von angulationsfähigen Längsstreben oder schrägen Schlitzen erlauben die Verwendung auch in gekrümmten Gefäßverläufen. Durch die Expansion der Prothese erhält diese wiederum eine netzartige Struktur, wodurch eine rasche Endothelialisierung erreicht wird. Experimentell hat sich diese Prothese durch eine hohe Durchgängigkeitsrate bei normalen und arteriosklerotischen Gefäßen ausgezeichnet. Auch die Schienung von kleinen Gefäßen von 34 mm Durchmesser (Koronarien, Nierenarterien) ergab gute Resultate.
Klinisch ist diese Prothese in iliofemoralen, koronaren und renalen Arterien, großen Venen und nach TIPS-Anlage mit gutem Erfolg eingesetzt worden. Anders als die meisten anderen Stentypen bleibt sie auch nach Einwachsen in die Gefäßwand nachträglich durch Ballondilatation aufdehnbar

 

 

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