Stenting, interventionelle und endovaskuläre Prothetik
Patienteninformation
Wir haben hier nebenstehend eine Vielzahl unterschiedlicher Stents abgebildet, die Ihnen einen Eindruck von den technischen Anstrengungen geben, die zur Optimierung dieser Therapieform unternommen wurden.
Wenn Sie vor einer Stentimplantation stehen, lassen Sie sich ruhig von Ihrem Arzt die möglichen Modelle zeigen und ggf. auch in die Hand geben.
Ein besonders aktuelles Thema ist gegenwärtig das
Stenting der Halsschlagadern (Carotiden),
weshalb wir es hier etwas ausführlicher erwähnen:
Seit mehr als 10 Jahren ist die Stentbehandlung von Carotis - Stenosen in Konkurrenz
zur gefäßchirurgischen Behandlung getreten. Die Engstelle wird gedehnt und durch den Stent
offengehalten. Schnitte und Narkose sind nicht erforderlich.
Da es sich um eine neue Methode handelt, sind intensive Vergleiche mit den traditionellen
operativen Verfahren unternommen worden. Hier wie dort kann es in seltenen Fällen (1,5 - 7%) zu
Komplikationen kommen - gefürchtet sind insbesondere Infarkte durch abgeschwemmte Blutgerinnsel
oder Gefäßablagerungen.
Die Methoden des Stenting sind daher inzwischen verfeinert worden. Da es viele verschiedene
Stentmodelle gibt, kann der Arzt in Kenntnis des Materials und der Form der Engstelle
auswählen. Sind es glatt begrenzte, solide Ablagerungen, so kann ein Stent mit weiten Maschen
gewählt werden, der die Gefäßwand wenig belastet. Ist es bröckeliges Material, so kann
ein gewebeumgebener Stent gewählt werden, der die Ablagerungen fixiert.
Der zusätzlichen Sicherheit dienen besondere Schutzsysteme. Diese basieren auf
Ballons oder Filtern aus Metall oder Kunststoff und vermindern das Risiko der
Abschwemmung von Partikeln zum Gehirn erheblich. Die Kosten hierfür - bis zu 2000,- DM -
werden von den gesetzlichen Krakenkassen (noch) nicht übernommen.
Insgesamt kann die Methode für viele Patienten als zunehmend vertrauenswürdige Möglichkeit der Behandlung ohne Operation gewertet werden.