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Dr. med. Johann C. Ragg
Krampfadern, Besenreiser, Venenschwäche: Mehr über mein Therapiekonzept…
Frühjahrs-Venencheck 2012
angioclinic® kompakt
Der neue Newsletter zur
Venengesundheit

Interventioneller Verschluß von Krampfadern - Arztinformation

Zwei Varianten der Hochfrequenz - Therapie klinischen Erprobung:

"Restore - Therapie"

Es wird ein spezieller Venenkatheter zumeist infragenual in die erkrankte Vene eingeführt und in Richtung Leiste bewegt. Am Ziel angelangt, wird die Spitze des Katheters - wärmeleitende Elektroden - regenschirmartig so weit gespreizt, daß sie die Venenwände erreicht. Mit Hilfe von Radiowellen, die ein Hochfrequenzgenerator erzeugt, kann die Venenwand jetzt auf 70 bis 76 Grad erwärmt werden, ohne umliegendes Gewebe zu schädigen. Sie zieht sich zusammen und schrumpft auf eine definierbare Größe - mit dem Ziel, daß auch die insuffizienten Venenklappen wieder schließen. Der Erfolg der "Wiederherstellung" (engl. to restore = wiederherstellen) ist allerdings nur in einem kleinen Teil der Fälle erzielbar.

"Closure - Therapie"

Patienten mit refluxiven Venen, deren Funktion nicht mehr wiederherzustellen ist, kann ebenfalls mit der Hochfrequenz - Therapie geholfen werden. Hier wird der gespreizte Katheter auf 85 Grad erhitzt, was zu einer maximalen Venenschrumpfung führt. Zieht der Arzt den Katheter nun langsam zurück, wird die Vene auf voller Länge erhitzt und zieht sich zusammen wie ein Reißverschlußn (Hochfrequenz - Koagulation). Ein Stripping erübrigt sich.

Die Behandlung ist bei beiden Methoden risikoarm und schonend, weil nur ein kleiner Schnitt angebracht werden muß. Die Behandlung dauert etwa 30 Minuten (zuzüglich Vor- und Nachbereitung). Fast immer genügt eine örtliche Betäubung. Bereits am nächsten Tag kann man die Klinik verlassen. Das Tragen eines Kompressionsstrumpfes ist für zumindest 6 Wochen anzuraten.

Während die Restore - Methode in der Theorie interessant ist, aber nur unzuverlässig funktioniert, ist die Closure - Methode kein Ideal. Bei der venen- und funktionserhaltenden CHIVA - Methode gilt der versehentliche Verschluss der behandelten Vene als "Fehler" - hier soll er ein Erfolg sein. Richtig ist, daß erhebliche Vorteile gegenüber einem Stripping bestehen - dafür schlagen aber höhere Geräte- und Materalkosten zu Buche.



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