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Venenerhaltende TherapieEs ist ein Verdienst der CHIVA-Spezialisten, dass die große Rückbildungsfähigkeit kranker Venen entdeckt wurde. Rückbildungsfähige Venen können dem Körper erhalten werden. Nur unwiederbringliche Fehlstellen bedürfen der Behandlung. Während die CHIVA – Diagnostik seit mehr als 10 Jahren zum festen Standard der internationalen Top – Venenmedizin gehört, ist das traditionelle Vorgehen der CHIVA - Methode (chirurgische Körpereröffnung, „angeln“ der Vene, zweifache Unterbindung mit Faden, Durchtrennung/Exzision, Wundverschluss) heute nicht mehr zeitgemäß. Besonders in der Leistenbeuge und Kniekehle (Mündungsort der oft erkrankten großen Sammelvenen) birgt die Chirurgie unnötige Risiken. Und es gibt leider ebenso Rezidive wie nach herkömmlichem Venenstripping. Andere Versuche, ausgeleierte Venenklappenzonen wieder herzustellen - beispielsweise mittels straffenden „Kunststoffmäntelchen“ (externe Valuvuloplastie, EVP) sind nicht dauerhaft erfolgreich, zumal zur Einbringung tiefgreifend operiert werden muss, mit allen Nachteilen der Chirurgie. Wenn es heute darum geht, möglichst venenerhaltend zu arbeiten, dann wählen wir zum Verschluss der kranken Stelle statt Operation moderne Kathetertechniken, von denen der angioclinic® - Venenlaser die präziseste Technik ist. Details Bei der genauen Analyse einer Venenschwäche findet man, wenn man die CHIVA - Idee verstanden hat, häufig Venenstrecken, die zwar definitiv nicht mehr funktionieren, aber dennoch rückbildungsfähig sind. Der Grund: Werden Venenabschnitte durch undichte Klappen und krankhaften Rückstrom übermässig gefüllt und überdehnt, verlieren auch bald die nächsten klappen Ihr Verschlussvermögen und der nächste Abschnitt erscheint krank. Nimmt man aber der Vene die Überlastung, so schrumpfen Teilstrecken sich oft wieder auf ihr Normalmaß, und ihre Klappen greifen wieder. Das Optimum der venenerhaltenden Medizin wäre, die Venenwand einfach auf das gesunde Maß zu schrumpfen. Das gelingt bis heute aber noch nicht zufreidenstellend. Ein Kompromiss ist die CHIVA - Methode. CHIVA ist eine punktgenaue, ultraschallgestützte Technik (CHIVA: franz. "Cure Conservatrice et Hemodynamique de l´Insufficience Veneuse en Ambulatoire"), die mit kleinen gefäßchirurgischen Spezialwerkzeugen eine Unterbindung von Venen vornimmt. Auf ein Stripping von Venen wird verzichtet. Die Folge: Der Venendruck normalisiert sich. Krampfadern bilden sich binnen einiger Wochen zurück. Die Umsetzung kann heute auch ganz ohne Chirurgie erfolgen. Historie Während im Anfang der chirurgischen Venentherapie (ca. 1895) nur eine auf Beobachtung und Tastbefund beruhende Diagnostik möglich war, ist heute der Refluxpunkt (die Stelle, an der ein rückwärts gerichteter Blutstrom beginnt) mittels Ultraschall genau bestimmbar, und ebenso das Ende einer erkrankten Venenstrecke. Die Idee der Unterbindung anstelle des Strippings stammt übrigens aus Deutschland (TRENDELENBURG)! Sie unterlag anfangs dem Stripping, weil es die Ultraschalldiagnostik noch nicht gab. Stripping konnte man dagegen ohne Bildgebung ausführen. Heute nimmt man in spezialisierten Zentren niemals mehr Venen „auf Verdacht“ einfach heraus – was in der früheren Chirurgie häufig geschah. Man legt sie auch nicht einfach still, wie es in den „Verödungspraxen“ üblich war. Ein Hinweis auf Kenntnisse in venenerhaltender Therapie ist, wenn Ärzte CHIVA - geschult sind und moderne Katheterverfahren beherrschen. |