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Dr. med. Johann C. Ragg
Krampfadern, Besenreiser, Venenschwäche: Mehr über mein Therapiekonzept…
Frühjahrs-Venencheck 2012
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Venengesundheit

Ästhetische Therapie

Der optische Effekt ist für viele Patienten das eigentlich Entscheidende. Sie möchten wieder strandtaugliche Beine haben! Für die Medizin stand traditionell die reine Funktion im Vordergrund. Noch heute zählen Besenreiserbehandlungen zum „Privatvergnügen“, so wie der Friseurbesuch, man muss es aus eigener Tasche zahlen. Dafür sollte es wenigstens gute Qualität geben!

Besenreiser, netzartige kleine Krampfadern und kleine Gefässmissbildungen können heute ausgezeichnet behandelt werden.

Die einfache „Billigverödung“ ist nicht nur wegen der Technik (Nadel, Flüssigkeit) ein wenig verpönt, sondern auch deshalb, weil kaum ein hochqualifizierter (und somit hochbezahlter) sich Arzt die Mühe solch einer Behandlung macht. Besenreiser können aus mehreren Etagen stammen, ihr Ursprung kann weit entfernt liegen. Es ist erforderlich, die Behandlung Schritt für Schritt zu machen. Zwei bis fünf Sitzungen sind „normal“ .

Die angioclinic® - Besenreisertherapie nutzt für jede Art (Durchmesser, Farbe, Tiefe) ein spezielles Werkzeug aus einem großen Sortiment: Hochfrequenz mit Mikro-Nadel, Laser, Flüssigverödung, Dampf und Mikroschaum. Sie nutzt auch eine detaillierte Diagnostik mit Farb-Ultraschall, Lupen und Speziallampen.

Gerade bei Besenreiserbehandlungen, wo das Ergebnis deutlich zu sehen sein wird, sollte eine gute Beratung vorausgehen. Der Arzt muss wissen, wie schnell Sie das Ergebnis benötigen. Und Sie müssen wissen, welches Ziel in welcher Zeit erwartet werden kann.

Details

Besenreiserbehandlungen sind wie Unkrautjäten: Mühsam, aber lohnend. Es gibt sogar eine (japanische) Studie, die zeigt, dass bei besenreiserversorgten Patienten auch die tiefergelegenen Venen gesünder sind! Besenreiserbehandlungen gehören in die Hände von Venenspezialisten, da stets auch die daruntergelegenen, nur im Ultraschall sichtbaren Venen mit überprüft werden müssen.

Viele Patienten haben Sorge, dass die Besenreiser immer wiederkommen. Und manche berichten gar, dass nach einer ersten Verödung alles schlimmer wurde als zuvor. Was davon stimmt?

Wir sehen inzwischen die meisten unserer Patienten jährlich zum routinemässigen Jahrescheck. Hat man Besenreiser einmal richtig ausbehandelt, kommen höchstens einige wenige übers Jahr neu. Oft haben die Patienten viele Jahre lang Ruhe. Es ist also viel einfacher als mit anderen „Pflegeaufgaben“, etwa der Frisur!

Auch nach „vergeblichen Verödungen“ kommt man zuverlässig zum Ziel. Oft muss nur die „Quelle“ richtig entdeckt werden. Besenreiserfreie Beine sind also ein erreichbares Ziel. Eine gute Besenreiserbehandlung tut übrigens auch nicht weh. Je mehr Aufwand der Arzt treiben muss (z.B. extra Betäubung, Zeitbedarf), desto teurer kann es werden - also unbedingt vorher klare Absprechen treffen!

Historie

Erst allmählich wird entdeckt, wie unnötig es ist, Besenreiser zu ertragen. Es ist aber mehr als ein Hype wie um Botox oder Filler. Es ist ein kleines, nicht wichtiges, aber glückbringendes Stück Gesundheit.

Wann werden wir die Gesundheit unserer Venen so schätzen wie die Gesundheit unserer Zähne? Wir legen gutes eigenes Geld für die Zahnprophylaxe hin, putzen regelmässig mit High-tech-Zahnbürsten und dürfen uns über gut erhaltene, gepflegte und schöne Zähne freuen. Es spart Schmerzen, und es spart Kosten. Der typische Venenkranke nach altem Muster ist ein chronisch Kranker. Nur die chronisch Hämorrhoidenkranken sind noch depressiver. Unsinn! Mit sanierten und gepflegten Venen, einschliesslich Besenreisern, ist man GESUND! Wir sagen gern: Chronisch ist nur die Nachlässigkeit, und das kann man ändern.

In wenigen Jahren wird es Verödungsmittel geben, die ihren Effekt sofort und für viele Jahre zeigen. Man wird zur Behandlung gehen und drei Tage später strumpflos auf die Bühne. Es wird auch Laser geben, die endlich Besenreiser gezielt und zuverlässig verschwinden lassen, ohne Schmerzen oder Pigmentschäden zu erzeugen. In der angioclinic® - Forschung (Zürich) sehen wir hierzu bereits große Fortschritte.